1994: Flüsse aus Sand (ZDF, 43 Minuten)

Konkurrenz um Wasser zwischen Hirten und Wildtieren an einem austrocknenden Fluss in Nordkenia

Gewissermaßen die ZDF Version von “High and Dry”, erstellt komplett aus Restmaterial des “Dornen”-Drehs 1991/92. Durch die für damalige Verhältnisse lange Drehzeit gelang es, sowohl das Austrocknen des Ewaso Nyero Flusses in der Dürre als auch die erste Flutwelle nach Einsetzen der Regenzeit zu dokumentieren.

Der Ewaso Nyero Fluss zieht durch mehrere artentreiche Reservate in Zentralkenia. Sein Wasser ist unverzichtbar für Menschen und Tiere in der Region. Hier versammelt sich eine kleine Herde von Grevyzebras, ausgewiesene Wüstenspezialisten, in dem austrocknenden Rinnsal. Fast in jedem Jahr trocknet der Fluss völlig aus – doch die Bewohner der Region wissen damit umzugehen.
Elefanten ziehen in den trockengefallenen Ewaso Nyero. Sie wissen, wie man hier trotzdem noch an Wasser kommnt.

Trinkende Elefanten im trockenen Ewaso Nyero. Die schweren Tiere graben in wenigen Minuten einen halben Meter tief, um an das dort noch immer fließende Wasser zu gelangen.

Kamele am Ewaso Nyero. Überweidung und zunehmende Trockenheit zwingen viele Hirtennomaden, die traditionell in Zentralkenia Rinder, Schafe und Ziegen halten, auf die robusteren Kamele umzusteigen.

Dreharbeiten mit Samburu Hirten. Die Wechselwirkungen zwischen den Hirten und der Tierwelt der Halbwüste waren das Hauptthema des Films.

Samburu Hirten im Ewaso Nyero Fluss. Sie haben ein Wasserloch gegraben und es zum Schutz vor Wildtieren mit einer Dornenhecke umgeben.

Trailer des Films „Flüsse aus Sand“ ZDF, 1994

Trailer für „Flüsse aus Sand“. Hier noch mit dem ursprünglichen ersten Naturzeitvorspann. Da er in der Machart stark an den Titelvorspann einer anderen ZDF Reihe erinnerte, wünschte man dort eine Änderung, was ich eigentlich schade fand. Auch hier ist wieder zu sehen, dass die Trailer relativ frei als Einführung in den Film gestaltet werden konnten. Mit der zunehmenden Medienhektik durch die aufkommenden Privatsender waren so ruhige Trailer bald nicht mehr gewünscht. Und wie man sieht, waren nachträgliche Bildstabilisationen damals noch kaum ein Thema, da sehr teuer. Man störte sich an wackligen Flugaufnahmen nicht weiter.